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Schuster GmbH bietet mit TAS XPS-Lösung für optimale Materialverwaltung in der Petrochemie
Die Schuster GmbH bietet mit ihrer eigens entwickelten Softwarelösung TAS XPS eine durchgängige digitale Materialverwaltung, Echtzeit-Transparenz und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit in Turnaround-Prozessen.
„Der große Turnaround ist für Anlagenbetreiber eines der komplexesten Ereignisse im gesamten Anlagenlebenszyklus“, weiß Sebastian Schütz, Head of Business Innovations bei Schuster. Die kritischste Schwachstelle im Turnaround ist dabei nicht das Material selbst, sondern die fehlende Transparenz bezüglich der vorhandenen Komponenten. Schrauben, Muttern, Armaturen, Dichtungen und Hunderte weitere Teilen müssen nicht nur rechtzeitig beschafft, sondern in ausreichender Menge verfügbar und jederzeit auffindbar sein. Fehlt nur ein Teil, kann die gesamte Montage ins Stocken geraten. Jede ungeplante Verzögerung kostet die Anlagenbetreiber bares Geld und gefährdet die Betriebssicherheit.
Aktive Steuerung des Wartungsprozesses
Exakt hier setzt TAS XPS – kurz für Turnaround Support Expertensystem – an. Anstatt nur auf Engpässe zu reagieren, wird die Materialverfügbarkeit von Anfang an als aktiv gesteuerte Größe in den Wartungsprozess integriert. Die cloudbasierte Lösung begleitet Betreiber, Planer, Lagerpersonal und Lieferanten durch alle Phasen des Turnarounds und bietet Echtzeit-Transparenz über Bestände und Ausgaben, rollenbasierte Ansichten, die mobile Nutzung direkt im Turnaround-Umfeld, lückenlose Nachvollziehbarkeit, eine automatische Engpasserkennung mit sofortiger Nachbestellauslösung sowie belastbare Auswertungen für Reportings, Nachkalkulationen und Compliance.
Ursprünglich als reines Werkzeug für den Turnaround-Zeitraum konzipiert, sind die im System gesammelten Daten weit mehr als eine reine Bestandsaufnahme. „Mit jedem Stillstand wächst der Abbildungsgrad der Anlage, bis hin zu einem digitalen Zwilling, der zeigt, welches Bauteil wo verbaut ist, wann es zuletzt gewartet wurde und was beim nächsten Stillstand zu erwarten ist“, führt Sebastian Schütz aus und ergänzt: „Wir entwickeln die Plattform konsequent weiter. Bereits in der nächsten Version, die ab Sommer 2026 verfügbar ist, wird es ein optimiertes UX-Design für intuitiveres Handling bei Datenimporten, Transaktionen, Inventur und Reportings geben. Die Chargenverwaltung für compliancerelevante Komponenten ist ebenso geplant, wie Szenario-Simulationen und Kostenprognosen für die Turnaround-Planung. Picklisten-Optimierung zur Minimierung der Stillstandszeiten sowie vorausschauende Materialinformationen hinsichtlich der Lieferzeiten bestimmter Komponenten werden ebenfalls in der neuen Version integriert.
„Mit jedem Stillstand wird die Anlagendokumentation präziser und vollständiger", erklärt Sebastian Schütz. Anlagenbetreiber, die wissen, welches Bauteil in welchem Anlagenteil verbaut ist und wann die letzte Wartung stattfand, besitzen einen erheblichen Informationsvorsprung, der nicht nur für den nächsten Turnaround, sondern auch im laufenden Betrieb wichtig ist.